WIE ENTSTEHEN FALTEN?

 

 

Die meisten altersbedingten Veränderungen finden in der Dermis statt. Diese verliert im natürlichen Alterungsprozess zwischen 20-80% an Dicke und ist geschlechtsunabhängig. Zusätzlich zu den Syntheseänderungen ändert sich die Anordnung der Proteine und somit die Hautstruktur.

Grund hierfür ist die veränderte Funktionsfähigkeit der Fibroblasten (bindegewebeaufbauende Zellen) und hiermit verbundene Reduktion der Syntheseleistung von Kollagen, Elastin und Glykosaminoglykanen (GAG=Mehrfachzuckerverbindungen). Die Hyaluronsäure ist neben Dermatansulfat und Chondroitin einer der wichtigsten Vertreter der GAG`s  und in der Lage, ein Vielfaches ihres eigenen Gewichtes an Wasser zu binden (5000 fach). Seine wasserpeichernde Eigenschaft ist insbesondere in Gelenken und beweglichen Körperteilen (Sehnen, Lippen, Knorpel) gefordert. Als Hauptkomponente des sich zwischen den Zellen befindlichen Gewebes (Extrazelluläre Matrix) spielt es eine Schlüsselrolle in der Zellmauserung (Proliferation/Aufbau) und Migration (Wanderung). Zirka 50% des im Körper vorkommenden Hyalurons befinden sich in der Epidermis und Dermis. Eine Verminderung des Hyalurongehaltes im Gewebe destabilisert die Haut und hat Einfluss auf die Reparaturfähigkeit. Während des Alterungsprozesses ist Hyaluronsäure gänzlich aus der obersten Hautschicht (Epidermis) verschwunden, in der Dermis jedoch noch vorhanden. Der Verlust führt zu einer verminderten Elastizität und zu einem Zusammenbruch des Kollagen-Netzwerkes. Die Folgen sind Fältelungen, Trockenheit,  verminderten Hautspannung (Tugor) Zugbelastungsfähigkeit, Spannung und Flexibilität.  Dieses führt zu einem Verlust der und resultiert in eine gestörte Funktion der Haubarriere. Des Weiteren kommt es zu einer Reduktion des „Natural Moisturizing Factors“ im Bereich der Epidermis (Stratum corneum) durch eine Reduktion an Lipiden, die ebenfalls Wasser binden können. Hieraus resultieren feine Hautlinien und Schuppen.

 

©Annette Eichler