MECHANISMEN DER HAUTALTERUNG

 

Blutzirkulation und Kollagen

Im weiteren Alterungsprozess wird die Blutzirkulation und die damit verbundene Versorgung Schlüsselsubstanzen und Vitaminen langsamer. Dies führt zu einer reduzierten Effektivität der biochemischen Zellprozesse, die für die Integrität der Hautschutzfunktion und Synthese von GAG´s und Kollagen zuständig sind.  Die Zell-zu Zell Verbindungen werden weniger und führen zu einer schnelleren Schädigung bei Zugbelastungen und einer verminderten Reparaturfähigkeit. Die jugendliche Haut ist besonders reich an Prokollagen I (Vorläufer von Kollagen). Sie ist  in der Lage, ein Gleichgewicht zwischen Auf- und Abbau von Bindegewebe aufrechtzuerhalten. Im Alterungprozess kommen Kollagen abbauende Enzyme (Matrix-Metallo-Proteasen=MMP) vermehrt   vor, während sich die Synthese von Kollagen  vermindert. Dies führt zu einer abbauenden (katabolen) Stoffwechsellage.

 

Hormonell

Die Produktion von Talg wird durch das in Männern vermehrt vorkommende Hormon Testosteron gesteuert.  Der Rückgang derTestosteronproduktion ist somit an  einen Verlust der Rückfettung der Haut gekoppelt. Hierbei beträgt der Verlust während der Alterung 23% bei Männern und 32% bei Frauen. Die verminderte Produktion an Talg führt zu einer erhöhten Hauttrockenheit.

 

Umwelteinflüsse

Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung führen durch die Aktvierung von Enzymen zu einer unorganisierten und „verplumpten“  Kollagen- und Elastinstruktur (äußere=extrinische Hautalterung).  Die Haut hat weniger Spannkraft und eine geringere Zugbelastung. Durch die UV-Strahlung  kommt es zusätzlich zu einem sog. „oxidativen Stress“. Hierbei entstehen hochreaktive Sauerstoffmoleküle, die zur Schädigung der Zellen,  Hautfetten, Zellmembranen und Proteinen beitragen können.

 

Hautverfärbungen

Veränderungen des Hautkolorits sind häufig Folge des Alterungsprozesses. Die Hautfarbe ist eine Komposition aus rot (sauerstoffbeladenes Hämoglobin), blau (Venengefelcht), gelb (Carotin und Flavin) und braun (Melanin). Eine lokale Hyperpigmentierung wird von einer überschießenden  Melanozytenaktivität (Melanin produzierende Hautzellen) verursacht. Es entsteht das Bild einer alternden Haut. Durch den Rückgang der braunen Melanozyten, des Venengeflechtes aber auch durch den nikotinbedingten Rückgang des Elastins tritt das gelbe Hautkolorit hervor. Dies ist oftmals mit Hypo(-weniger) pigmentierten Bereichen vergesellschaftet (weisse Flecken) und ist Ausdruck von einer Reduktion der Funktion und Anzahl von Melanozyten. Durch die fehlende Schutzwirkung der Melanozyten kommt es einem reduzierten Schutz gegenüber der schädlichen UV-Strahlung.